BERLIN (MedCon) – Ärzte und Krankenkassen wollen künftig stärker mit Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten. Das haben Vertreter von Ärzteschaft, Krankenkassen und Selbsthilfegruppen auf einer gemeinsamen Fachtagung Mitte Juni vereinbart.

"Ärzte profitieren vom Erfahrungswissen einer Selbsthilfegruppe zu einem bestimmten Krankheitsbild. Dabei stärkt größeres Verständnis der spezifischen Probleme – besonders bei seltenen Erkrankungen – das Verhältnis zwischen Patient und Arzt. Es verbessert die Compliance und macht einen Therapieerfolg wahrscheinlicher. Selbsthilfegruppen wiederum profitieren vom Fachwissen der Ärzte", sagte Dr. Carl-Heinz Müller, Vorstand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).

Dr. Hildegard Demmer vom Bundesverband der Betriebskrankenkassen mahnte an, dass Patienten schon vom Arzt Hinweise auf eine für ihr Krankheitsbild passende Selbsthilfegruppe erhalten sollten. Das setze aber voraus, dass der Arzt diese nicht nur kenne, sondern auch wertschätze und beurteilen könne, weil er dort regelmäßig Fachvorträge halte und medizinische Fragen beantworte.

Quelle: KBV, Pressemitteilung vom 13.06.2008