Vermutlich hat sich keiner der britischen Patienten mit der neuen Variante der Creutzfeld-Jacob-Krankheit (vCJD) diese durch fraktionierte Plasmaprodukte zugezogen, berichten britische Wissenschaftler. Die Möglichkeit, dass so etwas in Zukunft passieren könnte, wollen sie aber nicht ausschließen.

H. J. Ward von der National CJD Surveillance Unit an der University of Edinburgh, und Kollegen überprüften die Akten aller 168 bekannten vCJD-Fälle in Großbritannien. Dabei zeigte sich, dass neun von ihnen in der Vergangenheit zu zwölf verschiedenen Gelegenheiten fraktionierte Plasmaprodukte erhalten hatten.

Eine Gelegenheit lag in den 1970er Jahren – vor der Zeit, in der es ein vCJD-Risiko gab. Die übrigen stammten aus den Jahren 1989-1998. Laut den Kriterien zur Risikoabschätzung handelte es sich in elf Fällen um Produkte mit geringem Risiko und bei einem um ein Produkt mit niedrigem oder mittleren Risiko.

Quelle: Vox Sang. 2009 Jun 16. [Epub ahead of print]