Zwei britische Wissenschaftler haben eine verkürzte Version eines oft genutzten Fragebogens zur Schmerzbewältigung – des Pain Coping Strategies Questionnaire (CSQ) – entwickelt, da die Langversion mit 80 Unterpunkten recht umständlich ist. Dieser Fragebogen war zuvor an die Eigenheiten der Hämophilie angepasst worden.

Die Kurzversion mit 27 Punkten soll künftig die Erforschung der Schmerzbewältigung bei Hämophilie erleichtern, schreiben James Eleander von der University of Derby und G. Robinson von der Thames Valley University in London.

Denn die Strategien, mit denen Schmerzen bewältigt werden, stellen bei Menschen mit schmerzhaften chronischen Erkrankungen wichtige Einflüsse auf den Krankheitsverlauf dar.

Die Wissenschaftler ließen 190 hämophile Männer die Langversion des Hämophilie-spezifischen CSQ ausfüllen, plus Messinstrumenten für die Schmerzhäufigkeit und -intensität, die Schmerzakzeptanz, die Bereitschaft des Schmerzes, nachzulassen, und die gesundheitsbezogene Lebensqualität.

Die Kurzversion sechs Monate später füllten immerhin noch 129 Männer aus. Der Vergleich ergab, dass sich auch diese gut zur Befragung der Patienten eignet.

Zudem zeigte sich, dass negative Gedanken mit einer geringeren Bereitschaft des Schmerzes, nachzulassen, geringerer Akzeptanz der Schmerzen und einer stärker eingeschränkten gesundheitsbezogenen Lebensqualität einhergingen. Bei aktiver Schmerzbewältigung ließ der Schmerz eher nach und die Patienten akzeptierten ihn auch eher.

Ihre Ergebnisse stellen die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Haemophilia vor.

Quelle: Haemophilia 2008; 14 (5): 1039-48

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