Um den nächsten Arztbesuch so erfolgreich wie möglich zu gestalten, sollten Patienten darauf vorbereitet, proaktiv und "höflich, aber bestimmt" sein. Dies rät Dr. Michael Pignone, Chefarzt der Abteilung für Allgemeine Innere Medizin an der University of North Carolina.

Inzwischen sei es nämlich wissenschaftlich belegt, dass Patienten, die sich auf einen Arztbesuch vorbereiten, eine bessere Versorgung erhalten und mit ihrem Arzt zufriedener sind als solche, die unvorbereitet zum Arzt gehen, erklärt der Mediziner.

"Machen Sie sich eine Agenda und schreiben Sie alle Probleme auf, die Sie besprechen möchten. Es hilft Ihrem Arzt ungemein, wenn Sie ihm einen kurzen Überblick über Ihre Agenda für diesen Besuch geben können", sagt Pignone.

Außerdem sei es für den Arzt wichtig, die Krankengeschichte und aktuelle Medikationen ihrer Patienten genau zu kennen. "Ohne diese Informationen könnte es passieren, dass Ihr Arzt Ihnen Medikamente verschreibt, die mit denen, die Sie bereits einnehmen, negativ interagieren."

Darüber hinaus sei es wichtig, den Arzt über die persönlichen Werte und den Lebensstil zu informieren. Darüber würden Patienten oft nicht nachdenken – aber einem Therapieplan zuzustimmen, von dem man genau wisse, dass man ihn nicht einhält, mache keinen Sinn.

Nach Ansicht von Pignone sieht die Praxis der Zukunft ohnehin völlig anders aus als heute: Danach würden Ärzte auch für die Betreuung ihrer Patienten per Telefon oder E-Mail bezahlt. Dies sei gerade für Patienten mit chronischen Erkrankungen sinnvoll, die gelernt hätten, ihre Erkrankung auch selbst zu überwachen und dadurch eigentlich nur selten wirklich ärztliche Betreuung benötigen. Dadurch bleibe letztlich mehr Zeit für die medizinische Versorgung übrig.

Quelle: University of North Carolina at Chapel Hill School of Medicine, 28.10.2008

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