Leidet ein Kind unter einer chronischen Erkrankung, ist es körperlich oft wenig aktiv. Doch genau dies kann zu weiteren Problemen führen: Junge Menschen, die sich wenig bewegen, körperlich nicht fit sind und eine hohe Körperfettmasse aufweisen, entwickeln mit größerer Wahrscheinlichkeit zusätzliche Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – wie Bluthochdruck und erhöhte Cholesterinspiegel.

Darauf weist P.J. Morris von der University of Minnesota, Minneapolis, in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Currtent Sports Medicine Reports hin. "Die Teilnahme an täglichen körperlichen Aktivitäten kann bei jungen Menschen ohne Einschränkungen das Körperfett reduzieren, einen Gewichtsverlust ankurbeln und die aerobe Fitness verbessern", führt er weiter aus.

Nun zeigen aber aktuelle Studien, dass auch Kinder und Jugendliche mit einer chronischen Erkrankung von mehr Bewegung profitieren können. Untersucht wurden Kinder und Jugendliche mit Hämophilie, Zerebralparese, Wirbelsäulenverletzung, Mukoviszidose, Asthma, Diabetes und juveniler idiopathischer Arthritis.

Bei ihnen fanden sich positive Effekte der Bewegungstherapie auf die aerobe Kapazität, funktionelle Fähigkeiten und die Lebensqualität.

Es existierten Strategien, um chronisch kranke Kinder an Bewegungstraining/Sport als lebenslange Maßnahme heranzuführen, ergänzt der Autor.

Für Hämophilie ist zum Beispiel das Haemophilia and Exercise-Project zu nennen: http://www.haemophilia-exercise.de

Quelle: Curr Sports Med Rep. 2008; 7 (6): 353-8

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