US-amerikanische Hämophilie-Patienten mit Inhibitoren sind in ihren Alltagsaktivitäten beeinträchtigt und können auch an ihrem Arbeitsplatz nicht so produktiv sein wie Gesunde. Das belegt eine neue Studie eines Team um Dr. T. Michelle Brown von Abt Bio-Pharma Solutions in Lexington.

Für diese Studie wurden Leben und Arbeit von 53 Betroffenen unter die Lupe genommen. Dabei verglichen die Forscher die gesundheitsbezogene Lebensqualität und die Werte für die psychischen und körperlichen Komponenten mit den US-Normen.

Anhand spezieller Analysen erforschten sie zudem den Zusammenhang zwischen Eigenschaften des Patienten und der Behandlung und der gesundheitsbezogenen Lebensqualität und der Produktivität.

Die untersuchten Patienten waren im Schnitt 20,7 Jahre alt, 88,5 Prozent von ihnen hatten Hämophilie A und 39,6 Prozent wurden einzig und allein bei Bedarf behandelt.

Der Vergleich mit der US-Norm ergab, dass die Inhibitor-Patienten körperlich schlechter gestellt waren, während es bei der seelischen Verfassung keinen Unterschied gab.

Die Behandlung bei Bedarf und die Zahl der Blutungen hingen negativ mit der körperlichen Verfassung zusammen. Eine schlechte körperliche Verfassung wiederum erhöhte die Fehltage am Arbeitsplatz oder in der Schule und wirkte sich nachteilig auf die Alltagsaktivitäten aus.

Zudem führten ein jüngeres Alter, eine schlechtere körperliche Verfassung, mehr Blutungen und Operationen zu weniger produktiven Tagen des Patienten.

"Diese Daten deuten auf einen positiven Zusammenhang der prophylaktischen und der Immuntoleranztherapie mit der gesundheitsbezogenen Lebensqualität hin, vor allem mit der körperlichen Einschränkung", schlussfolgert das Team um Brown.

Quelle: Haemophilia, Published Online: 9 Apr 2009