COLUMBUS (Biermann) –Am Nationwide Children’s Hospital in Columbus, Ohio – einem großen amerikanischen Kinderkrankenhaus – haben sich das Hämophilie-Team und Experten für Spieldesign zusammengetan und das Virtual-Reality-Game Voxel Bay entwickelt. Im Rahmen einer Pilotstudie wird nun untersucht, wie gut die virtuellen Pinguine, Piraten und Einsiedlerkrebse die kleinen Patienten von den gefürchteten Infusionen ablenken können.

Für das Spiel wird ein virtuelles Headset aufgesetzt, das Spiel selbst läuft auf einem Smartphone. Für die Entwicklung war es wichtig, dass sich das Spiel ohne Hände und Arme steuern lässt, damit die Infusionen nicht behindert werden.

Die gewählte Steuerung per Atem hat nun zudem den Vorteil,  dass sich die Kinder durch das tiefe Ein- und Ausatmen noch stärker entspannen.

Darüber hinaus ist es den Krankenschwestern möglich, auf einem Tablet das zu verfolgen, was der kleine Patient mit seinem virtuellen Headset sieht, und mit ihm zu interagieren, um ihn in entscheidenden Phasen noch besser ablenken zu können.

Der kleine Patient, der in einem Video der Klinik vorgestellt wird, und für den Infusionen großen Stress bedeuten, wich bei der Infusion während des Spielens kaum zurück, weil er dermaßen vertieft war.

Die Pilot-Studie – finanziert durch Mittel der National Hemophilia Foundation – testet aktuell, wie gut sich die Technologie der virtuellen Realität in den klinischen Alltag  einbinden lässt. Zudem erhebt das Team vorläufige Daten zur Benutzerfreundlichkeit und Beliebtheit bei Eltern, Patienten und Krankenschwestern.

Ein Video dazu gibt es unter www.nationwidechildrens.org

Quelle: Nationwide Children’s Hospital, 11.10.2016