Das Übereinkommen konkretisiert bestehende Menschenrechte für die Lebenssituation von behinderten Menschen und zielt auf die Förderung ihrer Gleichbehandlung in der Gesellschaft.

Statt allein auf Fürsorge und Ausgleich von vermeintlichen Defiziten zu setzen, fordert das Übereinkommen, Behinderung als Teil der Vielfalt menschlichen Lebens wahrzunehmen und behinderten Menschen eine selbstbestimmte und diskriminierungsfreie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Das Übereinkommen sei von entscheidender Bedeutung für die Weiterentwicklung der deutschen Behindertenpolitik, heißt es von Seiten des Ministeriums. Es bestätige nicht nur den in Deutschland bereits vor einigen Jahren eingeleiteten Paradigmenwechsel: Weg von der Fürsorge – hin zur echten Teilhabe. Es verpflichte auch dazu, in diesem Sinne konsequent weitere Anstrengungen zu unternehmen.

Die durch das Übereinkommen formulierte Herausforderung liege darin, wichtige gesellschaftliche Bereiche aus der Perspektive behinderter Menschen zu durchleuchten und ihre Teilhabe in diesen Lebensbereichen sicherzustellen. Die Ratifizierung sei deshalb nicht das Ende eines Prozesses, sondern der Anfang der Umsetzung des Übereinkommens in den nächsten Jahren, verspricht das Ministerium.

Quelle: BMAS, Pressemitteilung vom 24.02.2009