Viele Hämophilie-Patienten leiden aufgrund chronischer Arthritis oder akuten Blutungsschmerzen unter Gelenkschmerzen. Schaffen es die Patienten, die Schmerzen besser zu akzeptieren und weniger negativ darüber zu denken, könnte dies ihre Lebensqualität verbessern.

Wie J. Elander von der University of Derby und Kollegen in der Fachzeitschrift Pain berichten, hatten sie 209 männliche Patienten mit Hämophilie A oder B nach ihren Strategien zum Umgang mit Schmerzen, zu ihrer Akzeptanz chronischer Schmerzen und zu ihrer psychischen und physischen (körperlichen) Lebensqualität befragt.

Wie die Auswertung der Daten ergab, hatte die Schmerzintensität den stärksten Einfluss auf die physische Lebensqualität, während es bei der psychischen Lebensqualität negative Gedanken waren.

Einen geringen, aber dennoch deutlichen Einfluss auf die psychische wie physische Lebensqualität hatte die Bereitschaft der Betroffenen, trotz der Schmerzen aktiv zu sein und Schmerzen zu akzeptieren.

Beides beeinflusste auch die Auswirkungen negativer Gedanken auf die psychische Lebensqualität. Aktive Schmerzbewältigungsstrategien hatten hingegen keinen Einfluss auf die Lebenszufriedenheit.

"Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Lebensqualität von Hämophilie-Patienten durch Maßnahmen verbessert werden kann, die die Schmerzakzeptanz fördern und negative Gedanken über Schmerzen verringern", schlussfolgern die Autoren aus ihren Ergebnissen.

Quelle: Pain 2009; 145(1-2): 169-75.