Die Deutsche Bahn AG (DB) will das Interesse behinderter Menschen an einer bundesweiten Nutzung der Nahverkehrszüge gegen Zahlung einer geringen Pauschale abfragen und hat dazu eine Umfrage gestartet. Darauf weist die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Karin Evers Meyer, hin.

Schwerbehinderte Menschen, die in ihrer Bewegungsfähigkeit erheblich beeinträchtigt sind, können im Öffentlichen Personennahverkehr unentgeltlich befördert werden. Die Freifahrt im Nahverkehr (z.B. Regionalexpress) ist grundsätzlich im Umkreis von 50 km um den Wohnsitz möglich. Solange Nahverkehrszüge ohne Unterbrechung in bzw. zwischen Verkehrsverbünden verkehren, ist jedoch bereits heute eine über die 50 km hinausgehende, unbegrenzte Nutzung möglich.

"Dies ist jedoch nicht überall der Fall. Wo Verkehrsverbünde nicht nahtlos ineinander übergehen, müssen die Fahrgäste für die Teilstücke zwischen zwei Verkehrsverbünden eine Fahrkarte lösen", erklärt Evers-Meyer. Die DB prüfe daher die Einführung eines neuen Angebots. Gegen Zahlung einer geringen Kostenpauschale sollen Inhaber einer Freifahrtberechtigung dann bundesweit kostenlos reisen können – unabhängig von Verkehrsverbünden und Streckenverzeichnis.

Mit einem Fragebogen will die DB nun zunächst die Nachfrage nach einem solchen Angebot evaluieren. Evers-Meyer: "Damit hier ein attraktives Angebot möglich wird, wäre eine rege Beteiligung an der Umfrage wichtig."

Der Fragebogen kann von der Homepage der Bundesbeauftragten (www.behindertenbeauftragte.de) im Bereich "Aktuelle Pressemitteilungen" heruntergeladen werden.

Quelle: Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Pressemitteilung vom 06.02.2009