Dr. Keri Smith, Assistenzprofessorin für Pathologie und Labormedizin am University of Texas Health Science Center in Houston hat den Career Development Award der National Hemophilia Foundation erhalten. Bei dieser Foundation handelt es sich um eine gemeinnützige Organisation, die 1948 gegründet wurden, um Heilungsmethoden für Blutungserkrankungen zu finden.

Smith beschäftigt sich mit der Therapie der Hämophilie A mit Hemmkörpern. Durch den Preis hat sie Anrecht auf bis zu 70.000 US-Dollar pro Jahr über maximal 3 Jahre.

Die Lösung des Problems sieht die Wissenschaftlerin in der Veränderung der chemischen Signale, die von den T-Zellen produziert werden, welche die Produktion der Hemmkörper auslösen. Das würde die von Hemmkörpern betroffenen Patienten empfänglicher für das Ersatzprotein machen.

"Die wirklichen Fortschritte in der Wissenschaft ereignen sich oft an der Schnittstelle zwischen zwei unterschiedlichen Feldern", unterstrich Prof. Steven J. Norris von der University of Texas Medical School in Houston.

"In diesem Fall hat Dr. Smith ihre Expertise zu T-Zellen und deren Rolle bei entzündlichen Reaktionen auf ein wichtiges Problem in der Hämophilie-Behandlung mit Faktor VIII angewandt. Sie wird zunächst nach entzündlichen Reaktionen auf Faktor VIII suchen. Dann wird sie schauen, ob sie durch den Einsatz eines neuartigen Proteins blockiert werden können, das solche Reaktionen hemmt. Dieser Ansatz könnte das Auftreten von Hemmkörpern senken, die eine ansonsten effektive Therapie der Hämophilie oft beeinträchtigen."

Die Hämophilie-Forschung der Wissenschaftlerin wurde auch vom Center for Clinical and Translational Sciences am UT Health Science Center unterstützt. Smith studierte an der University of Delaware, machte ihren Doktor an der Montana State University und arbeitete danach an der University of Michigan.

Quelle: University of Texas Health Science Center at Houston, 02.07.09