Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat die Grundsätze zur Förderung der Selbsthilfe durch die Krankenkassen aktualisiert. Damit soll eine bedarfsgerechte Verteilung der Fördermittel gesichert werden.

"Allen an der Erarbeitung Beteiligten ist wichtig, dass die Fördermittel zum einen den Betroffenen direkt zu Gute kommen und deren Ressourcen stärken, aber auch die Strukturen der Selbsthilfe in Bund, Ländern und Gemeinden unterstützen", sagte K.-Dieter Voß, Vorstand des GKV-Spitzenverbandes.

Notwendig wurde die aktuelle Überarbeitung des Leitfadens durch die Gesundheitsreform im vergangenen Jahr. Danach müssen die gesetzlichen Krankenkassen ab dem Jahr 2008 pro Versichertem 0,56 Euro für die Selbsthilfe zur Verfügung stellen, die auf zwei Förderstränge verteilt werden: Mindestens 50 Prozent der Fördermittel müssen von den Kassen und ihren Verbänden pauschal als Zuschüsse vergeben werden.

Die verbleibenden Finanzmittel können von den Kassen oder ihren Verbänden in eigener Verantwortung vergeben werden. Insgesamt fördern die Krankenkassen Selbsthilfegruppen,

-organisationen und -kontaktstellen allein in diesem Jahr mit fast 40 Millionen Euro.

Erstmals können seit 2008 auch Fördermittel für die Selbsthilfe aus der Pflegeversicherung beantragt werden. Der neue GKV-Leitfaden sieht daher aufgrund dieser Neuregelung im Pflege-Weiterentwicklungsgesetz eine Abgrenzung zur Selbsthilfeförderung nach dem Sozialgesetzbuch XI vor. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Maßnahmen doppelt finanziert werden.

"Ziel ist es", so Voß weiter, "dass die neuen Fördermittel der Pflegeversicherung auch tatsächlich bei den Pflegebedürftigen oder bei Menschen mit erheblichem allgemeinen Betreuungsbedarf ankommen."

Quelle: Spitzenverband der GKV, Pressemitteilung vom 9.9.2008

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