Dank der FVIII-Prophylaxe können heutzutage auch Hämophilie-Patienten Sport treiben, wenngleich über die geeignete Sportart im Einzelfall entschieden werden muss. Genauso wie Menschen ohne FVIII-Mangel können sie auf diese Weise fit werden oder bleiben, was den Alltag in vielerlei Hinsicht erleichtert.

Allerdings gelingt es vielen Menschen nicht, reichlich Bewegung in ihren Alltag zu integrieren. Ein Grund dafür ist die Befürchtung, die selbst gesteckten Sportziele nicht erreichen zu können, glauben kanadische Forscher in der Zeitschrift BioMed Central Public Health.

Sai Yi Pan und Kollegen hatten mehr als 5000 Kanadier befragt, wie sie ihre eigene Leistungsfähigkeit einschätzten: Würden sie ein 30-minütiges Bewegungsprogramm drei- bis viermal pro Woche schaffen können? Wie sähe es mit einer Stunde Sport täglich aus?

Nach einer Weile befragten sie die gleichen Testpersonen wieder, um herauszufinden, wer ein selbst gestecktes Ziel erreicht hatte und wer nicht. Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer, die bereits im Vorhinein davon überzeugt waren, ihr Pensum absolvieren zu können, hinterher auch erfolgreicher waren.

"Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Pläne umzusetzen, spielt eine entscheidende Rolle für die tatsächliche Verhaltensänderung", sagte Pan. "Menschen, die mehr Selbstvertrauen haben, stoßen auf weniger Hürden und genießen die Bewegung auch mehr."

Quelle: BMC Public Health 2009, 9: 21