Polyphosphat fördert laut einer neuen Studie die Blutgerinnung und könnte sich für Blutungsepisoden bei Hämophilie-Patienten sowie – bei anderen Patienten – zur Umkehr der Gerinnungshemmung als nützlich erweisen. Zu diesem Schluss kommen S.A. Smith und J.H. Morrissey von der University of Illinois at Urbana-Champaign.

"Polyphosphat wird von aktivierten Blutplättchen freigesetzt, und wir zeigten kürzlich, dass es die Blutgerinnung beschleunigt, ausgelöst vor allem durch den Kontakt-Reaktionsweg und die Förderung der Aktivierung von Faktor (F) V", schildern die Wissenschaftler den Hintergrund ihrer Untersuchung..

In ihrem neuen Artikel berichten sie, dass Polyphosphat die Gerinnungszeit von Plasma von Patienten mit Hämophilie A und B verkürzte und sein gerinnungsfördernder Effekt sich zu dem von rekombinantem FVIIa addierte.

Wie die Forscher in der Oktoberausgabe des Journal of Thrombosis and Haemostasis ferner schreiben, verkürzte sich die Gerinnungszeit auch in normalem Plasma, das Gerinnungshemmer enthielt.

Quelle: J Thromb Haemost. 2008; 6 (10): 1750-6

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