Wissenschaftler in Saudi Arabien haben den Einsatz des chimären monoklonalen Antikörpers Rituximab, der hauptsächlich zur Behandlung von Lymphknotenkrebs eingesetzt wird, nun bei hohen Inhibitorkonzentrationen getestet.

Hintergrund ist der Umstand, dass die Immuntoleranz-Induktionstherapie nur bei 60 bis 80 Prozent der Patienten mit Inhibitoren anschlägt.

Das Team um Aamer Aleem vom King Khalid University Hospital in Riad hatte teilweise Erfolg: Bei den beiden Patienten mit hohen Titern wurden die Inhibitorkonzentrationen merklich reduziert, bei dem dritten mit niedrigem Titer verschwanden die Hemmkörper sogar.

Allerdings entwickelte einer der Patienten, der mit HIV infiziert war und eine sehr geringe CD4-Lymphozytenzahl aufwies, unter der Therapie mit Rituximab eine schwere Gürtelrose.

Quelle: Haemophilia 2009; 15 (1): 210-6