PHILADELPHIA (MedCon) – Hämophile Kinder können bekanntlich leicht Hämarthrosen (Blutergelenke) entwickeln – Schmerzen des Bewegungsapparates sind die traurige Folge.

Um ihnen dies zu ersparen, sei die Blutungsprävention durch eine aggressive Behandlung von Gelenkseinblutungen und die Prophylaxe mit Faktorkonzentraten der beste Weg, unterstreicht Dr. David D. Sherry vom Children?s Seashore House in Philadelphia.

Die häufigste und schwere klinische Manifestation der Hämophilie sei die Hämarthrose, die sich oft in jungen Jahren entwickelt und durch wiederholte Gelenkseinblutungen initiiert wird, schildert der Experte in der Fachzeitschrift Orthopaedic Nursing.

Denn Blut in einem Gelenk führt zur Entzündung und Vergrößerung der Gelenkinnenhaut – es bilden sich verstärkt kleine Blutgefäße im Gelenk und der Knochen degeneriert. Für den Betroffenen macht sich das mit Schmerzen, eingeschränkter Mobilität und reduzierter gesundheitsbezogener Lebensqualität bemerkbar.

"Wenngleich Daten zum Effekt von Gelenkschmerz auf die gesundheitsbezogene Lebensqualität von Kindern noch fehlen, berichteten sowohl Studien zu gesundheitsbezogenen Ergebnissen als auch zu Therapie-Erfahrungen über die Vorteile einer frühen Erkennung, Beurteilung und Behandlung von Schmerz, wenn es darum geht, den Krankheitsverlauf des Patienten und die gesundheitsbezogene Lebensqualität zu verbessern", betont Dr. Sherry.

Quelle: Orthop Nurs. 2008; 27 (2): 103-08