Bei ausgeprägter Arthrose am oberen Sprunggelenk wird das kranke Gelenk zunehmend durch eine Endoprothese ersetzt. Nun berichten Wissenschaftler vom Universitätsklinikum Leipzig und vom Leipziger Zentrum für Blutgerinnungsstörungen, dass dieses Verfahren auch bei hämophiler Arthropathie Erfolg versprechend zu sein scheint.

Der besondere Vorzug der Methode liege im Erhalt einer für Alltagsbewegungen ausreichenden Beweglichkeit und damit einer physiologischeren Gangabwicklung, schreiben Roger Scholz und Ute Scholz in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Hämostaseologie.

Mit neuen Osteosynthese-Techniken sei im Versagensfall auch eine relativ sichere Rückzugsmöglichkeit bei den meist noch jüngeren Patienten gegeben. "Bei schmerzhafter und funktionsbehindernder fortgeschrittener Arthrose am oberen Sprunggelenk kann auch bei hämophiler Arthropathie die endoprothetische Versorgung erwogen werden", ergänzen die Wissenschaftler.

Quelle: Hämostaseologie 2008; 28 (4a): 40-4