Das bekannte und gut untersuchte Krebsmedikament Sorafenib kann die Vermehrung von Hepatitis-C-Viren (HCV) in Zellkulturen wirksam hemmen. Möglicherweise kann das die Basis für eine neue Behandlungsoption für Patienten mit chronischer Hepatitis C sein.

Wie Kiyoshi Himmelbach von der Universität Freiburg und Kollegen in der Zeitschrift Gut berichten, hatten sie mit Hilfe molekularbiologischer Methoden untersucht, wie das Medikament auf die Vermehrung von Viren in Zellkulturen wirkt. Ein Untersuchungsparameter war dabei die Bildung virenspezifischer Proteine.

Dabei zeigte sich, dass Sorafenib die Vermehrung von HCV wirksam blockieren kann: es hemmte das Ablesen viraler Erbinformationen und damit die Bildung virentypischer Eiweiße.

"Dieser neue Effekt von Sorafenib sollte weiter untersucht werden", raten die Wissenschaftler. Möglicherweise lasse sich daraus eine neue antivirale Strategie für Patienten mit chronischer HCV-Infektion entwickeln, sind sie optimistisch.

Quelle: Gut 2009 Aug 25. [Epub ahead of print]