Seit Anfang des Jahres gibt es in der privaten Krankenversicherung den Basistarif, dessen Versicherungsprämie sich nur nach Alter und Geschlecht bemessen darf. Zuschläge wegen gesundheitlicher Risiken dürfen nicht mehr erhoben werden.

Allerdings sollten sich gerade ältere und chronisch kranke Patienten einen Kassenwechsel gut überlegen und sich im Zweifel unabhängig beraten lassen. Dazu rät die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD).

"Der Wettstreit zwischen den Kassen um den Patienten ist voll entbrannt – da locken so manche Angebote auf den ersten Blick mit interessant niedrigen Beiträgen. Der UPD liegen aus den regionalen Beratungsstellen allerdings zahlreiche Fälle vor, bei denen Patienten ihren Kassenwechsel nicht mit all seinen Konsequenzen durchdacht haben und die nur hoffen können, dass sie diesen Schritt noch rückgängig machen können", schreibt die UPD.

Patienten sollten sich vor dem Wechsel der Krankenversicherung im Vorfeld bei einer anbieterunabhängigen Stelle über mögliche Vor- und Nachteile beraten lassen, rät die UPD deshalb. Sie informiere auch darüber, wie man beim Abschluss von Krankenversicherungsverträgen unliebsame Überraschungen vermeiden kann.

So sollten Wechselwillige vor einem Abschluss unbedingt alle Gesundheitsfragen akribisch beantworten – so können spätere Risikozuschläge vermieden werden. Da die Leistungen mitunter frei vereinbart werden und stark variieren können, sei auch hier eine sorgfältige Abwägung ratsam.

Das Beratungstelefon der UPD ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 0 11 77 22 erreichbar.

Quelle: UPD, Pressemitteilung vom 19.01.2009