Tests haben bei einer US-amerikanischen und einer österreichischen Kuh Rinderwahnsinn bestätigt. Es ist der jeweils zweite Fall von Rinderwahnsinn in beiden Ländern. Ein international anerkanntes Labor in Weybridge, England, bestätigte den US-amerikanischen Fall von Rinderwahnsinn, nachdem zunächst amerikanische Tests kontroverse Resultate ergeben hatten. Menschliche Gesundheit war jedoch nicht in Gefahr. Das Tier war ein "downer'', was soviel bedeutet, dass es nicht imstande war zu gehen. Und solche Tiere werden in den USA vom Nahrungsmittel-Versorgungsweg per Verbot ausgeschlossen.

Das amerikanische Agriculture Department erklärte, es gäbe keinen Grund zu glauben, dass das Tier importiert wurde. Der erste Fall, der in den Vereinigten Staaten bekannt wurde, ereignete sich im Dezember 2003 bei einer Milchkuh, die aus Kanada importiert wurde.

Wie sich das österreichische Tier angesteckt haben kann, ist laut der österreichischen Ernährungsagentur AGES noch völlig unklar. Aber die Identifizierung des Tiers wird als Beweis gewertet, dass es dort ein sicheres Screeningverfahren gibt. Laut dem österreichischen Gesundheitsminister steht Österreich neben Luxemburg in Europa am besten dar: Deutschland hat aktuell 356 BSE Fälle und die Schweiz sogar 456 Erkrankungen.

Rinderwahnsinn oder spongiforme Encephalopathie (auch BSE genannt) tritt auf, wenn Prionen genannte Proteine schwammartige Löcher in den Gehirnen der Tiere verursachen. Die Krankheit beim Menschen wird nach ihrem Entdecker Creutzfeldt-Jakob Krankheit (CJD resp vCJD; D für Disease=Krankheit) genannt. Sie wird mit dem Konsum des verschmutzten Fleisches in Verbindung gebracht. Die Krankheit hat ungefähr 150 Menschen weltweit, hauptsächlich in Grossbritannien getötet, wo sie in den Neunziger Jahren ausgebrochen war.