Der Holländische Gesundheitsminister verbietet seinerzeitigen Empfängern von Bluttransfusionen, Blut zu spenden.

Personen, die nach 1980 eine Bluttransfusion erhalten haben, dürfen in Zukunft in Holland kein Blut mehr spenden. Dies ist eine Entscheidung des Holländischen Gesundheitsministers Hans Hoogervorst im Kampf, eine Verbreitung der Creutzfeld-Jakob-Erkrankung (vCJD) zu verhindern. Seine Entscheidung ist eine Konsequenz aus der Tatsache, dass in Grossbritannien zwei Menschen, die eine Bluttransfusion erhalten hatten, Jahre später an vCJD gestorben sind.

vCJD ist die menschliche Variante von BSE, umgangssprachlich als Rinderwahnsinn bekannt. Aktuell existiert kein Test, CJD im Spenderblut zu identifizieren. Das neue Gesetz wird ab Januar 2005 gültig sein. Hoogervorst nimmt damit seine ursprüngliche Skepsis gegenüber dieser Gesetzesvorlage zurück. Noch im Sommer 2004 hatte er sich geweigert, dieses Gesetz zu erlassen. Doch inzwischen, sagt er, sei das Risiko größer geworden, als man geglaubt hatte.

Der MInister geht davon aus, dass durch die neue Regelung ca 40.000 von den insgesamt 500.000 existierenden Blutspendern betroffen sein werden.