FLORENZ (Biermann) – Injektionen mit künstlicher "Gelenkflüssigkeit" können hämophilen Menschen, die unter einer Arthropathie im Kniegelenk leiden, Linderung bringen, so das Ergebnis einer aktuellen italienischen Studie.

Dank der modernen Blutungsprävention tritt eine schwere Arthropathie heutzutage deutlich seltener auf als früher, schreibt das Wissenschaftlerteam um C. Carulli von der Universität Florenz. Der primäre Therapieansatz ist in der Regel konservativ, also ohne Operation.

Die Viskosupplementation – sozusagen der Ersatz von kranker oder verbrauchter Gelenkflüssigkeit – wird auf Basis kurzfristiger Nachbeobachtungsstudien als eine der wirksamsten Therapien für die frühen Stadien der hämophilen Arthropathie betrachtet.

Das Ziel dieser aktuellen Studie bestand darin, zu prüfen, wie effektiv die Injektion von Injektionen mit künstlicher "Gelenkflüssigkeit" können hämophilen Menschen, die unter einer Arthropathie im Kniegelenk leiden, Linderung bringen, so das Ergebnis einer aktuellen italienischen Studie.

Dazu unterzogen sich zwischen 2003 und 2009 27 hämophile Patienten mit Kniearthropathie mindestens zwei Therapiezyklen, die aus der Injektion von Hyaluronen bestanden. Der Therapieerfolg wurde anhand verschiedener Fragebögen analysiert und über sieben Jahre lang beobachtet.

Bei allen Patienten verbesserten sich die Schmerzen und die Funktionsfähigkeit des Kniegelenks erholte sich. Komplikationen traten keine auf. In Abhängigkeit vom Schweregrad der Arthropathie bekamen nur fünf Patienten, die unter anhaltenden Schmerzen oder funktionellen Einschränkungen litten, ein neues Kniegelenk.

Das Fazit der Wissenschaftler: Bei der Viskosupplementation handelt es sich um eine sichere und effektive therapeutische Strategie, die in den meisten Fällen zu dem Aufschub einer Operation führt – ohne Komplikationen und mit anhaltend guten klinischen Ergebnissen.

Quelle: Knee, 15. Juni 2012 [Epub ahead of print]