Britische Gesundheitsämter haben mit 100 Blutspendern Kontakt aufgenommen, um sie auf eine erhöhte Gefahr aufmerksam zu machen, an der menschlichen Version des sogenannten Rinderwahnsinns resp. der Creutzfeldt-Jakob Krankheit (CJD; D = disease) erkrankt zu sein.

Die Behörden erklärten per e-Mail den Spendern, die drei Leuten Blut gespendet haben, die sich später mit vCJD infizierten, dass sie – verglichen mit dem Rest der Bevölkerung – ein erhöhtes Risiko hätten, diese Krankheit zu haben. Per Brief haben die Behörden sie gebeten, kein weiteres Blut, Gewebe oder Organe zu spenden und medizinische Fachkräfte zu informieren.

Die Behörde sagte, dass sie nicht wüsste, ob die vCJD der Opfer eine Konsequenz aus den Blutspenden war. Es ist möglich, dass eine angesteckte Person nie die Symptome entwickelt.

"Wir müssen aber sicher gehen, dass bei allen neuen Informationen, die hinsichtlich der Ansteckungsgefahr mit vCJD bekannt werden, geeignete Schritte ergriffen werden, um die Öffentlichkeit so gut wie möglich zu schützen," formuliert Liam Donaldson, Chief Medical Officer der britischen Gesundheitsbehörde.

Rinderwahnsinn wurde zuerst in Großbritannien 1986 diagnostiziert und wurde beim Vieh übertragen durch die Zufuhr von Nahrung, die Teile infizierter Tiere enthielt. Die BSE-Epidemie beim britischen Vieh fand ihren Höhepunkt 1992 mit 36.680 Fällen und führte zur Schlachtung von Millionen von Tieren.

Die menschliche Variante von BSE, verursacht durch das Essen von infiziertem Rindfleisch, verursachte mehr als 130 menschliche Todesfälle in Großbritannien seit 1990. Die Krankheit, die immer tödlich verläuft, verursacht den Verlust der Geistesfunktion und beeinträchtigt die Bewegung.