Fortschritte bei der Behandlung von Hämophilie-Patienten haben – einer aktuellen britischen Studie zufolge – zu einem deutlichen Rückgang von Gelenkblutungen bei den Betroffenen geführt. Allerdings ist von auftretenden Blutungen nunmehr das Sprunggelenk häufiger betroffen als das Knie.

"Ältere Studien zur Verteilung von Gelenkblutungen bei Hämophilie-Patienten berichten, dass das Kniegelenk am häufigsten betroffen ist", schreiben David Stephensen vom Kent Haemophilia Centre und seine Kollegen in der Fachzeitschrift Haemophilia.

Um die aktuellen Verteilungsmuster von Blutungen zu analysieren, hatten sie Daten von 100 Patienten mit schwerer Hämophilie A aus sechs Hämophilie-Zentren ausgewertet.

Dabei fanden sie heraus, dass die Häufigkeit von Blutungen insgesamt deutlich zurückgegangen ist, obwohl Gelenkblutungen das Hauptmerkmal der Hämophilie bleiben. Allerdings ist nun nicht mehr das Kniegelenk das am häufigsten von Blutungen betroffene Gelenk, sondern das Sprunggelenk.

"Ferner scheinen Blutungen ins Kniegelenk genauso selten zu sein wie Blutungen ins Ellbogengelenk, was darauf hindeutet, dass sich das herkömmliche Muster von Gelenkblutungen bei Hämophilie signifikant verändert hat", schreiben Stephensen und seine Kollegen.

Quelle: Haemophilia, Early View, Published Online: 29 Jul 2009