Das deutsche Gesundheitssystem ist nicht ausreichend auf die Versorgung schwer behinderter Erwachsener eingerichtet. Dies monierte die Bundesärztekammer (BÄK) anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderungen Anfang Dezember.

"Erwachsene Patienten mit schwerer geistiger, körperlicher und mehrfacher Behinderung erhalten oft nicht die für sie notwendige Versorgung. Schuld daran ist auch eine Gesundheitspolitik, die mit Rabattverträgen Preisdumping betreibt und damit Qualitätsabbau billigend in Kauf nimmt", erklärte BÄK-Präsident Prof. Dr. Jörg-Dietrich Hoppe.

In Deutschland leben 8,6 Millionen Menschen mit Behinderung, der größere Teil, etwa 6,7 Millionen, ist schwerbehindert. "Die medizinische Versorgung Schwerbehinderter ist oft unzulänglich. Es besteht ein erheblicher Bedarf an qualifizierter und spezialisierter präventiver, kurativer und rehabilitationsmedizinischer Versorgung. Die Gesundheitsreformen der letzten Jahre waren in dieser Hinsicht alles andere als bedarfsgerecht", kritisierte Hoppe.

Quelle: Bundesärztekammer, Pressemitteilung vom 3.12.2008

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