Anlässlich des "Europäischen Aktions- und Protesttags zur Gleichstellung behinderter Menschen" am 5. Mai bekräftigte der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. (BSK) seine Forderung nach rascher Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen.

"Deutschland hat sich mit der Ratifizierung der UN-Konvention im Januar dazu verpflichtet, die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen umzusetzen", erklärte Gerwin Matysiak, Mitglied des Geschäftsführenden BSK-Vorstandes. Dies betreffe praktisch alle gesellschaftlichen Bereiche von der Bildungs- über die Gesundheits- bis zur Verkehrspolitik.

Gerade was Barrierefreiheit in allen Bereichen angehe, müssten die politisch Verantwortlichen zum Handeln veranlasst werden, damit der Impuls, den die UN-Konvention ausgelöst habe, nicht verpuffe.

"Die gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen hat nun eine allgemeine rechtliche Grundlage, auf die wir uns berufen können", sagte Matysiak. Und: "Jetzt müssen der BSK und andere Interessenverbände auf eine zügige Umsetzung der UN-Konvention in nationales Recht drängen, der Protesttag bietet eine gute Möglichkeit dazu."

Quelle: BSK, 5.5.2009