Nördlingen/Donauwörth (teo). Im Landkreis Donau-Ries gibt es den ersten BSE-Fall, der bekannt geworden ist. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit hat gestern den Verdacht und das Ergebnis des Schnelltests bestätigt. Für den betroffenen Landwirt bedeutet das, dass 13 Tiere aus seinem Stall getötet werden müssen. Der Donau-Rieser Fall ist heuer der 17. in Bayern.

Der Verdacht auf BSE war bei einem Schlachttier aufgekommen, berichtet Andrea Kinateder vom Verbraucherschutzministerium in München, da Rinder, die älter als 24 Monate sind, automatisch auf Rinderwahnsinn untersucht werden. Nachdem der Schnelltest die Vermutung erhärtet hat, wurde der Stall sofort gesperrt und der Tierbestand beobachtet. Eine Gewebeprobe ging an das Zentrallabor, das nun gestern das positive Ergebnis bestätigte.

Maßnahmen gegen Ausbreitung

"Von Seiten des Landratsamtes sind unverzüglich alle erforderlichen Maßnahmen in die Wege geleitet worden", versicherte Landrat Stefan Rößle. In Absprache mit dem betroffenen Bauern sei sicher gestellt, dass sich die Seuche nicht ausbreitet. In welchem Ort sich der betroffene Stall befindet, wollte der Landrat mit Rücksicht auf den Landwirt und dessen Existenz nicht sagen. Der Bauer muss nun insgesamt 13 Tiere schlachten lassen, erläutert Dr. Josef Lutz von der Veterinärabteilung am Landratsamt.

Tierseuchenkasse hilft

Diese Zahl ergibt sich aus der so genannten Kohortenlösung. Die sieht vor, dass alle Tiere, die bis zu einem Jahr vor und einem Jahr nach der Geburt des erkrankten Tieres in dem betroffenen Bestand geboren wurden, getötet werden müssen; ebenso die direkten Nachkommen der Kuh aus den vergangenen zwei Jahren. Wenn diese Rinder beseitigt sind, gilt der Stall wieder als BSE frei. Finanzielle Unterstützung bekommt der Landwirt laut Lutz aus der Tierseuchenkasse.

Dieser BSE-Fall im Landkreis ist wohl nicht der erste. Landrat Rößle deutete an, dass es in der Vergangenheit zumindest einen weiteren gegeben habe. In Schwaben ist es seit dem Jahr 2000 der 38. Fall von Rinderwahnsinn. Nach Angaben des Bayerischen Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz waren es damit im Freistaat insgesamt 129 Tiere.