Gegen drei Männer, die trotz Drogenkonsums Blut gespendet haben, ermittelt laut einem Bericht des Interportals MVregio die Staatsanwaltschaft Schwerin wegen Betruges und versuchter Körperverletzung.

Wie Oberstaatsanwalt Hans-Christian Pick am 13. August mitgeteilt habe, seien in den Blutkonserven der 23, 25 und 28 Jahre alten Männer Betäubungsmittel nachgewiesen worden.

Die Polizei war dem Bericht zufolge auf die Männer aufmerksam geworden, da sie öffentlich damit geprahlt hatten, ihren Alkohol- und Drogenkonsum mit Blutspenden zu finanzieren.

Normalerweise müssen Blutspender, bevor sie zum Spenden zugelassen werden, einen Fragebogen ausfüllen und dabei auch Auskunft zu Infektionskrankheiten, Medikamenteneinnahme oder Abhängigkeiten geben. Verheimlichen sie einen derartigen Missbrauch, machen sie sich strafbar.

Wie MVregio weiter ausführt, wird das abgenommene Blut laut Auskunft von Wolfgang Stangenberg, Ärztlicher Geschäftsführer des Zentralen Instituts des DRK-Blutspendedienstes für Mecklenburg-Vorpommern, zwar unter anderem auf HIV, Hepatitis und Syphilis getestet, einen Screeningtest für alle Drogen gebe es aber nicht.

Quelle: MVregio, 13. August 2008

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