Sprechen Menschen, die gleichzeitig mit HIV und chronisch mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) infiziert sind, anhaltend auf die Therapie mit Interferon und Ribavirin an, gehen mit der Leber verbundene Komplikationen und die Sterblichkeit zurück.

Das belegt eine Studie von Dr. Juan Berenguer vom Hospital Gregorio Maranon, Madrid, und seinen Kollegen von elf HIV-Zentren in Spanien. Nach Angaben der Autoren stellt ihre Untersuchung die bislang größte zum Krankheitsverlauf der Hepatitis C nach der Interferon-Ribavirin-Therapie bei diesen Patienten dar.

Die Forscher sprachen von einer "anhaltenden virologischen Response", wenn die Spiegel der RNS von HCV 24 Wochen nach Ende der Therapie nicht nachweisbar waren.

Der Behandlungserfolg zeigte sich überraschenderweise schon innerhalb des relativ kurzen Beobachtungszeitraumes von im Schnitt 20,8 Monaten: In dem Drittel der Patienten, die gut auf die Therapie ansprachen, waren Komplikationen und Todesfälle deutlich seltener als bei den anderen Patienten.

Darüber hinaus waren die Vorteile der Interferon-Ribavirin-Therapie unabhängig davon, ob eine fortgeschrittene Fibrose vorlag oder nicht. Das ist bei Patienten mit alleiniger HCV-Infektion anders: bei ihnen reduziert eine anhaltende virologische Response das Risiko für Komplikationen nur bei Patienten mit fortgeschrittener Fibrose oder Zirrhose.

Die Häufigkeit von Leberzellkarzinomen ging allerdings nicht zurück, weshalb besonders Patienten mit fortgeschrittener Fibrose oder Zirrhose weiterhin überwacht werden sollten.

Die Studie ist in der August 2009-Ausgabe der Fachzeitschrift Hepatology erschienen.

Quelle: Hepatology 2009;50:407-413.