Unterschleißheim, 05. Mai 2006 – Zum Welthämophilietag am 17. April gab Baxter Healthcare bekannt, sich noch stärker für die Global Alliance for Progress (GAP) der World Federation of Hemophilia (WFH) zu engagieren. Ziel dieses Programms ist es, innerhalb der nächsten 10 Jahre die medizinische Versorgung von 75 Prozent der Hämophiliepatienten weltweit zu verbessern, die derzeit noch nicht angemessen betreut werden. Bisher wurden bereits große Fortschritte bei der Diagnosestellung sowie der Behandlung der Hämophilie in den Entwicklungsländern gemacht. Als einer der Gründungssponsoren hat Baxter dieses Programm bisher mit 1,2 Millionen Dollar maßgeblich unterstützt.

"Wir wissen, dass Menschen mit Hämophilie, die eine qualitativ hochwertige medizinische Versorgung und die fortschrittlichsten Therapien erhalten, ein wesentlich längeres und erfüllteres Leben genießen können", so WFH-Präsident Mark Skinner. "Programme wie GAP helfen uns dabei, unser Ziel zu erreichen, die Lebensqualität aller Hämophiliepatienten weltweit zu verbessern. Wir hoffen, dass wir im nächsten Jahr weitere Entwicklungsländer in dieses Programm mit einbeziehen können."

Die Lebenserwartung eines Kindes mit Hämophilie beträgt in einem Entwicklungsland weniger als 20 Jahre, verglichen mit über 60 Jahren in den entwickelten Ländern. Diagnose, Zugang zu medizinischer Versorgung und gut ausgebildetes Pflegepersonal sind die wesentlichen Faktoren, die die Lebenserwartung erhöhen und die Lebensqualität verbessern.

"Der Welthämophilietag sollte ein Anlass sein, um die therapeutischen Fortschritte und Verbesserungen der klinischen Behandlungsmethoden für Patienten mit Hämophilie zu würdigen", so Joy Amundson, Präsidentin des Geschäftsbereichs BioScience bei Baxter International. "Das Einzigartige an GAP ist der strategische Einsatz der Mittel, der dabei hilft, sicherzustellen, dass die Ressourcen so nutzbringend wie möglich eingesetzt werden. Baxter ist stolz darauf, Gründungsmitglied der GAP zu sein, und wird dieses Programm auch in Zukunft unterstützen."

Die Fortschritte von GAP

Mit Hilfe der GAP möchte die WFH die Diagnose von Patienten mit Hämophilie sowie die Behandlungsmöglichkeiten in bis zu 30 Entwicklungsländern verbessern. Nur vier Jahre nach Beginn des Programms wurden bereits in folgenden Ländern lokale Initiativen gestartet: Armenien, Aserbaidschan, Ägypten, Georgien, Jordanien, Mexiko, die Philippinen, Russland und Thailand. Wesentliche Schwerpunkte und bislang erreichte Meilensteine sind:

  • Medizinisches Versorgungssystem
  • Identifizierung von über 5.000 neuen Hämophiliepatienten
  • Schulung/Ausbildung von über 2.000 medizinischen Fachkräften und Mitgliedern von Behörden und Hämophilie-Teams
  • Erweiterung des Fachwissens über Hämophilie, einer Krankheit, die in Entwicklungsländern unzureichend diagnostiziert und behandelt ist
  • Qualität und Quantität der therapeutischen Präparate
  • Sicherstellung eines hohen medizinischen Standards durch Vereinbarungen zwischen sechs Ländern und der WFH
  • Um bis zu 120 Prozent erhöhte Resourcen für die Betreuung von Hämophiliepatienten und für therapeutische Präparate
  • Verbesserung der Standards in der Labordiagnostik in weltweit 65 Zentren
  • Medizinisches Fachwissen und Diagnostik
  • Standardisierung der Behandlungsprotokolle durch Veröffentlichung der Guidelines for the Management of Hemophilia, der ersten internationalen Richtlinien für die Hämophiliebetreuung
  • Nationale Hämophilie-Organisationen
  • Unterstützung von Patienten bei der Gründung nationaler Patientenorganisationen und der Rekrutierung von Mitgliedern