Unterschleißheim, 11. Juni 2007 – In den Entwicklungsländern wird Hämophilie häufig nicht erkannt und unzureichend behandelt. Baxter Healthcare Corporation setzt sich für Menschen mit Hämophilie in Entwicklungsländern ein, indem es die Global Alliance for Progress (GAP) der World Federation of Hemophilia (WFH) unterstützt. Jedes Jahr wird am 17. April der Welthämophilietag begangen. Dieser Tag wurde eingerichtet, um das Bewusstsein für diese Erkrankung, die Diagnosestellung sowie die Behandlung der Hämophilie weltweit zu verbessern. Die WFH arbeitet an der Vision "Treatment for All" (Behandlung für alle), was sich beispielsweise auch im Erfolg der Global Alliance for Progress (GAP) widerspiegelt. Seit 2003 hat Baxter dieses Programm bisher mit 1,5 Millionen Dollar maßgeblich unterstützt.

"Wir setzen unsere Unterstützung in jeder Beziehung fort, um unser Engagement für die Gemeinschaft der Patienten mit Hämophilie unter Beweis zu stellen," sagte David Holliday, Vizepräsident Globales Marketing des Geschäftsbereiches BioScience bei Baxter. "Baxter ist stolz, einer der Gründungssponsoren zu sein, und fördert die Fortschritte bei der Diagnosestellung sowie der Behandlung der Hämophilie in den Entwicklungsländern."

Nach Angaben der WFH liegt die Lebenserwartung eines Kindes, das in einem Land mit einem Bruttosozialprodukt von weniger als 2.000 Dollar pro Einwohner mit Hämophilie geboren wurde, bei 19 Jahren, verglichen mit über 60 Jahren in der entwickelten Welt. Frühe Diagnosestellung der Hämophilie, Zugang zu geeigneter Behandlung und gut ausgebildete Ärzte sind die wichtigsten Faktoren, die Lebenserwartung und Lebensqualität bestimmen.

"Übereinstimmend mit dem Motto des diesjährigen Welthämophilietages Improve your Live (Verbessere dein Leben) wollen wir weiterhin das GAP Programm vorantreiben, um noch mehr Menschen mit Hämophilie in den Entwicklungsländern zu erreichen, wo die Hämophilie häufig nicht erkannt und, wenn überhaupt, unzureichend behandelt wird", so WFH-Präsident Mark Skinner. "Dank der Unterstützung von Unternehmen wie Baxter wurden unsere ersten Erwartungen übertroffen, und wir haben inzwischen in zehn Entwicklungsländern Hämophilie-Behandlungsprogramme etabliert."

Die Fortschritte von GAP

Mit Hilfe der GAP möchte die WFH die Diagnose von Patienten mit Hämophilie sowie die Behandlungsmöglichkeiten in bis zu 30 Entwicklungsländern verbessern. Nur vier Jahre nach Beginn des Programms wurden bereits in folgenden Ländern lokale Initiativen gestartet: Armenien, Aserbaidschan, Ägypten, Jordanien, Mexiko, Russland, Thailand, Libanon und Ecuador. Wesentliche Schwerpunkte und bislang erreichte Meilensteine sind:

  • Medizinisches Versorgungssystem
    • Identifizierung von über 6.500 neuen Hämophiliepatienten
    • Schulung/Ausbildung von über 5.500 medizinischen Fachkräften und Mitgliedern von Behörden und Hämophilie-Teams
    • Erweiterung des Fachwissens über Hämophilie in Entwicklungsländern
  • Qualität und Quantität der therapeutischen Präparate
    • Sicherstellung eines hohen medizinischen Standards durch Vereinbarungen zwischen sieben Ländern und der WFH
    • Um bis zu 120 Prozent erhöhte Resourcen für die Betreuung von Hämophiliepatienten und für therapeutische Präparate
    • Verbesserung der Standards in der Labordiagnostik in weltweit 65 Zentren
  • Medizinisches Fachwissen und Diagnostik
    • Standardisierung der Behandlungsprotokolle durch Veröffentlichung der Guidelines for the Management of Hemophilia, der ersten internationalen Richtlinien für die Hämophiliebetreuung
  • Nationale Hämophilie-Organisationen
    • Motivation von Patientenorganisationen durch Training von 738 Hämophilie-Patienten und ihren Familien in 2006