Bald wieder werden steigende Temperaturen und erste Frühlingsboten an die frische Luft locken. Doch für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist der Gang auf die Terrasse oder den Balkon – für Behinderte oft die einzige Möglichkeit, sich selbstständig im Freien aufzuhalten – aufgrund von Schwellen und Stufen oft beschwerlich.

Deshalb sollte der Zugang zu Terrasse, Loggia oder Balkon unbedingt schwellenfrei zugänglich sein. Darauf macht die Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen aufmerksam.

Schwellen und Stufen sollen bei Niederschlägen davor schützen, dass Wasser ins Hausinnere eindringen kann. Laut DIN-Normen zum barrierefreien Bauen sollten Gebäude aber schwellenfrei sein. Bei Neubauten lassen sich Schwellenfreiheit und die Ableitung von Niederschlägen leicht verwirklichen. Vorgelagerte Rinnen oder Drainagen zur Ableitung des Wassers und Schiebetüren mit Magnetschienen gewährleisten schwellenlose Übergänge, ohne dass Niederschlagswasser ins Haus eindringen kann.

Bei bestehenden Gebäuden sei es meistens schwieriger, den Niveauausgleich sicher zu stellen, heißt es von Seiten der Beratungsstelle. Meist ist der Austausch der vorhandenen Türelemente erforderlich. Das tiefer liegende Bodenniveau im Außenbereich kann durch Holzkonstruktionen oder aufgeständerte Platten entsprechend erhöht werden.

Auch bei Geländern muss dann aus Sicherheitsgründen nachgearbeitet werden. Geländer müssen auf eine Höhe von 90 Zentimeter erhöht werden. Gut ist es, wenn Geländer ab einer Höhe von 60 Zentimeter transparent ausgebildet werden, dann kann man auch aus einer sitzenden oder liegenden Position in die Umgebung schauen.

Weitere Tipps und individuelle Beratung erhalten Interessierte kostenlos bei den Architekten der Landesberatungsstelle Bauen und Wohnen.

Quelle: Landesberatungsstelle Barrierefrei Bauen und Wohnen, Mainz, Pressemitteilung vom 15.01.2009