Ernährung

Ernährung

Gemeinsam gesund essen

Viele Eltern finden kaum Zeit, neben Milchfläschchen und Babybrei noch für sich selbst zu kochen und ausgewogen zu essen. Besonders Väter werfen sich gerne zwischen Arbeit und Kinder-von-A-nach-B-fahren schnell irgendeinen Snack ein. Abends, wenn die Kids endlich im Bett liegen, kommt einfach eine Tiefkühl-Pizza in den Ofen. Kein Wunder also, wenn sich nach und nach der berühmte Waschbär-Bauch unter dem Hemd abzeichnet.

Sei ein Vorbild – achte auf Dich

Auch wenn Du bei Hämophilie keine Diät einhalten musst – eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann einen Einfluss auf Deine Gesundheit haben und Folgeerkrankungen wie Gelenkentzündungen und Diabetes vorbeugen. Vor allem Dein Gewicht spielt eine wichtige Rolle, denn Übergewicht belastet die Gelenke und erhöht das Risiko von Gelenkblutungen.

Außerdem: Mit Deinen Ernährungsgewohnheiten prägst Du schon früh die Einstellung Deiner Kinder zum Essen. Wenn Du Dich gesund und abwechslungsreich ernährst, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie es Dir gleichtun.

Viele weitere Informationen und Tipps zur Ernährung bei Hämophilie findest du hier.

Eltern und Tochter beim gemeinsamen Kochen

Regeln für die ganze Familie

Im normalen Alltagsstress bleibt oft nur wenig Zeit, um sich mit voller Aufmerksamkeit seiner Familie zu widmen. Doch beim Frühstück und Abendessen kommen alle zusammen – eine super Gelegenheit also, um sich auszutauschen und eine intensive Familienzeit zu verbringen. Wenn das gemeinsame Essen auch noch schmeckt und sogar gesund ist, sind danach alle glücklich und zufrieden. Doch was bedeutet gesund und ausgewogen?

Dazu hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) 10 einfache Regeln formuliert:

  1. viele verschiedene Lebensmittel genießen,
  2. dreimal Gemüse und zweimal Obst am Tag essen,
  3. Vollkorn wählen,
  4. jeden Tag Milchprodukte, aber Fisch und Fleisch nur ein- bis zweimal pro Woche,
  5. gesunde Fette nutzen,
  6. wenig Zucker und Salz essen,
  7. viel Wasser trinken, süße Getränke meiden,
  8. schonend kochen, damit Vitamine nicht verloren gehen,
  9. sich Zeit nehmen zum Essen,
  10. sich viel bewegen.

Wie wäre es, wenn Ihr die Regeln zusammen auf ein Blatt Papier schreibt und bunte Bilder zu den einzelnen Punkten malt? Die Regeln könnt Ihr dann an den Kühlschrank hängen. So lernt auch Dein Kind spielerisch, was gesunde Ernährung bedeutet und welche Regeln in Eurer Küche gelten.

Tipps für entspannte Familienmahlzeiten

  • Stressfrei essen: Feste Familienmahlzeiten sind ein schönes tägliches Ritual. Wichtig ist dabei eine ruhige Atmosphäre, damit sich alle am Tisch wohlfühlen. Der Fernseher bleibt beim Essen aus und auch andere Ablenkung ist tabu. Lass Deinem Kind Zeit, seinen Teller in Ruhe aufzuessen.
  • Genussvoll essen: Kinder lernen durch Nachahmung. Zeige, dass Dir das Essen schmeckt und Du Dich freust, es mit Deiner Familie zu teilen. Das bewirkt mehr, als den Gesundheitswert zu betonen.
  • Alles einmal probieren: Gibt es ein Lebensmittel, das neu ist für Dein Kind, führe es zusammen mit bekannten Lebensmitteln ein. So kann Dein Kind vorsichtig probieren und sich am Bekannten sattessen. Zwinge es nicht, etwas zu essen, das ihm nicht schmeckt.
  • Jeder hilft mit: Beziehe Dein Kind beim Einkaufen, Kochen und in Entscheidungen ein – natürlich seinem Alter entsprechend. So stärkst Du seine Selbstständigkeit und Euren Familienzusammenhalt. Es kann z. B. den Tisch decken, Gurke und Banane in Scheiben schneiden oder einen Pizzateig belegen.
  • Was ist Mamas Leibspeise? Jedes Lieblingsgericht, auch das von Mama und Papa, sollte ab und zu gekocht werden. Kinder lernen so, auf Bedürfnisse von anderen Familienmitgliedern Rücksicht zu nehmen.

Tolle Rezepte für Groß und Klein findest Du auch in unserem Food-Blog.