Pubertät

Vorbeugende Maßnahmen

Leben mit einem Hämophilie - Pubertät

Die beste Vorbeugung für Jugendliche ist regelmäßige, körperliche Aktivität. Sie fördert eine straffe Muskulatur und stärkt Bänder und Sehnen. Darüber hinaus wird die Koordinationsfähigkeit ebenfalls verbessert, was entscheidend zur Vermeidung von Stürzen beitragen kann.

Welche Sportarten für Ihren Sohn besonders geeignet sind, können Sie unter Empfohlene Sportarten lesen.

Typische Verletzungen und Behandlungsvorschläge

Obwohl es gelegentlich auch bei Jugendlichen zu Nasenbluten und Schürfwunden kommt (Behandlung siehe unter Ersten Schuljahre), sind die häufigsten Verletzungen doch eher:

Gelenk- oder Muskelblutungen
Gelenk- und Muskelblutungen sind nicht immer sichtbar, können aber durch aufmerksame Beobachtung und Klärung folgender Fragen rechtzeitig bemerkt werden.

  • Hat Ihr Sohn Schmerzen in den Gelenken?
  • Belastet er ein Bein oder einen Arm mehr als den anderen?
  • Oder: Versucht er die Belastung eines Armes oder Beines zu vermeiden?
  • Ist eines seiner Gelenke geschwollen?
  • Fühlt sich ein Muskel hart oder geschwollen an?
  • Verspürt Ihr Sohn ein Kribbeln oder Wärme im Gelenk oder Muskel?

Handelt es sich tatsächlich um eine Gelenk- oder Muskelblutung, sollte Ihr Sohn zunächst das betroffene Bein oder den Arm hochlegen und ein Kühlkissen auf die Schwellung legen. Gelenk- und Muskelblutungen sollten nach Möglichkeit schnell mit Faktor behandelt werden.

Den Arzt informieren, wenn …

  • Sie sich unsicher sind, wie stark die Blutung im Gelenk oder im Muskel ist.

Hämophilie-Erklärungsmodell

Jugendliche beginnen etwa ab 11 Jahren zu begreifen, welche Zusammenhänge zwischen den Körperfunktionen bestehen. Sie verstehen die Aufgaben von roten und weißen Blutkörperchen und die Funktion von Blutplasma und Blutplättchen. Sie können nun über Gerinnungsfaktoren, den Ablauf der Blutgerinnung und über die mit dem Faktormangel verbundene Hämophilie als Störung der Blutgerinnung sprechen.

Betonen Sie, dass Ihr Sohn nicht krank ist, sondern dass seinem Blut ein wichtiger Bestandteil fehlt, der zu einer Gerinnungsstörung führt. Vergleichen Sie ihn mit Kindern, die aufgrund eines Insulinmangels Diabetes haben und diesen Mangel auch durch das Spritzen (von Insulin) ausgleichen müssen.