Diagnose

Die Diagnose „Hämophilie“ ist für die meisten Betroffenen zunächst ein Schock, der von einer tiefen Unsicherheit begleitet wird. Durch detaillierte Informationen möchten wir Ihnen helfen die Grundlagen dieser Krankheit besser zu verstehen, Ihnen Fragen beantworten und Ihnen gleichzeitig Ihre Ängste nehmen.

Die Hämophilie ist eine genetisch bedingte Störung der Blutstillung. Der Begriff Hämophilie stammt aus dem Altgriechischen und setzt sich aus zwei Wortteilen zusammen: „haima“ (zu Deutsch „Blut“) und „philia“ (zu Deutsch „Neigung“). Bei dieser, auch unter dem Namen Bluterkrankheit bekannten Erkrankung, handelt es sich um eine Gerinnungsstörung des Blutes.

Menschen, die an Hämophilie erkrankt sind, leiden zeitlebens an einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Bei einer Blutung gerinnt das Blut nicht wie bei einem gesunden Menschen. Die Wunde schließt sich nicht vollständig oder nicht schnell genug. Der Grund: im Blut fehlt ein Eiweiß, das für die Gerinnung notwendig ist. Die Folge sind ungestillte äußere und innere Blutungen mit im schlimmsten Fall tödlichem Ausgang.

In der Bevölkerung ist die Hämophilie auch unter dem Begriff „Bluterkrankheit“ bekannt, aber Hämophilie Betroffene sprechen lieber von Hämophilie und wollen auch als ‚Hämophile‘ bezeichnet werden. Zur Zeit gibt es in Deutschland etwa 10.000 Menschen, die an Hämophilie erkrankt sind.

Unter dem Punkt „Diagnose“ möchten wir Sie umfassend und verständlich über die Hämophilie informieren: Lernen Sie mehr über Blut und Blutgerinnung im Allgemeinen sowie über die Formen, Vererbung und Geschichte der Hämophilie.