Biotechnologie

Hämophilie - Biotechnologie

Errungenschaften der Biotechnologie sind aus der Medizin nicht mehr wegzudenken. Neben der Analyse der Erbanlagen zur Erkennung von Krankheitsursachen ermöglicht die Biotechnologie auch die Produktion von Eiweißen (Proteinen), die durch klassische chemische Verfahren gar nicht oder nur sehr schwer herzustellen sind. Eiweiße, die biotechnologisch hergestellt werden, bezeichnet man auch als rekombinante Proteine.

Wirkstoff: Menschliches Eiweiß

Der Wirkstoff eines biotechnologisch hergestellten (rekombinanten) Präparates ist ein menschliches Eiweiß (Protein). Eiweiße sind ein Hauptbestandteil des menschlichen Körpers. Im Normalfall stellen Körperzellen die jeweils benötigten Eiweiße her. Wird wegen eines Defekts in der Erbsubstanz, wie dies z. B. bei der Hämophilie der Fall ist, nicht genügend von einem Eiweiß hergestellt, kann es zu chronischen Krankheiten kommen. Für die Behandlung der Hämophilie A stehen hochreine rekombinante Faktor VIII-Präparate zur Verfügung, die höchsten Sicherheitsstandards genügen.

Vorteile der Biotechnologie

Die meisten Eiweiße kommen nur in winzigen Mengen im menschlichen Körper vor und können deshalb nur schwer isoliert werden. Hier kommt die Biotechnologie zum Zuge. Das fehlende menschliche Eiweiß lässt sich im Bioreaktor rekombinant herstellen. Damit entfällt die aufwendige Isolierung dieses Eiweißes aus Blut.