Schwere hämophile Arthropathie des Sprunggelenks: Gelenkversteifung oder Gelenktotalersatz?

Schwere hämophile Arthropathie des Sprunggelenks: Gelenkversteifung oder Gelenktotalersatz?

08.09.15

Arthropathie, Operation

MADRID (Biermann) – Bei der fortgeschrittenen schmerzhaften hämophilen Arthropathie des Sprunggelenks bleibt als letzter Ausweg nur noch die operative Therapie – die Gelenkversteifung (Arthrodese) oder eine Gelenktotalprothese.

Da in der Literatur umstritten ist, welches der beiden Verfahren sich besser eignet, unterzog Prof. Carlos Rodriguez-Merchan vom La Paz Universitätsklinikum in Madrid 16 passende Artikel, die er in der Datenbank Medline fand, einer Überprüfung.

Eine zweite Suche in der sogenannten Cochrane Library ergab 9 Übersichtsarbeiten, die beide Verfahren bei Patienten ohne Hämophilie untersucht haben.

Auf kurze Sicht brächten beide Verfahren bei hämophilen Patienten Schmerzlinderung und Zufriedenheit, schreibt Rodriguez-Merchan. Die verfügbare Literatur zu Patienten ohne Hämophilie reiche nicht aus, um entscheiden zu können, welche Behandlung die bessere ist.

Zum heutigen Zeitpunkt sei er selbst der Ansicht, dass die Gelenkversteifung bei den meisten hämophilen Patienten die bessere Wahl sei, ergänzt der Experte.

Quelle: Expert Rev Hematol. 2015 Sep 10:1-5. [Epub ahead of print];