Reisen/Urlaub

Tipps für unterwegs: Reisen mit dem Rucksack

Wen das Fernweh wirklich packt und wer Land und Leute ganz aus der Nähe erleben möchte, wird wahrscheinlich seinen Rucksack schnüren und mit öffentlichen Verkehrsmitteln das Land seiner Wahl bereisen wollen.

Wenn Sie sich für diesen sehr individuellen Urlaubsstil entscheiden, gibt es einiges zu beachten:

  • In tropischen oder Entwicklungsländern lassen die hygienischen Bedingungen in Restaurants, Unterkünften oder Transportmitteln sehr häufig zu wünschen übrig. Es ist daher umso wichtiger, dass Sie einen ausreichenden Impfschutz gegen diverse Erkrankungen haben. Erkundigen Sie sich in Ihrem Hämophilie-Zentrum oder beim Robert-Koch-Institut über die in Ihrem Urlaubsland erforderlichen Impfungen.
  • Vorsichtsmaßnahmen walten lassen, die in jedem Reiseführer beschrieben sind. Um nur einige zu nennen: nur geschältes Obst oder verpacktes Speiseeis essen, Getränke ohne Eiswürfel, keine Salate oder rohes Gemüse und vieles mehr.
  • Versuchen Sie, Ihre Medikamente und Injektionsmaterialien so hygienisch wie möglich zu verpacken. So könnten Sie beispielsweise einzelne "Rationen" noch einmal in Vakuum einschweißen lassen.
  • Denken Sie daran, dass abgelegene Gebiete oder Inseln zwar sehr idyllisch, aber meist schlecht erreichbar und medizinisch unterversorgt sind. Im Notfall sind Sie in der Regel auf sich selbst gestellt.
  • Lassen Sie immer eine Vertrauensperson wissen, wo Sie sich gerade aufhalten.
  • Planen Sie längere Ruhephasen ein, damit Sie sich zwischendurch von den Anstrengungen des Umherreisens erholen können.
  • In Ihren Unterkünften muss ein Kühlschrank vorhanden sein, damit Sie Ihre Kühlakkus "aufladen" können.
  • Wenn Sie mehrere Wochen unterwegs sein wollen, ist eine Art "Basislager" zu empfehlen, d. h. ein Hotel, das Ihre Medikamente sicher und kühl aufbewahrt, so dass Sie sich immer wieder versorgen können. Das Hotel könnte für Sie auch als Postadresse dienen.
  • Kaufen Sie sich einen wirklich guten Rucksack mit wattierten Rücken- und Hüftgurten, um Druckstellen zu vermeiden und benutzen Sie Wanderstöcke für Ihre Touren.
  • Nehmen Sie ein Handy mit Dual- oder Triband und Aufladegerät mit, um im Notfall schnell Hilfe holen zu können. Informieren Sie sich vor Ort über die entsprechenden Notfallnummern. Auch Telefonnummern der deutschen Botschaften oder Konsulate können im Ernstfall sehr nützlich sein.
 
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