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09.03.2010

Stiftung für HIV-infizierte Hämophilie-Patienten wird weitergeführt


BERLIN (BIERMANN) - Hämophile Menschen, die Anfang der 1980er Jahre durch Blutprodukte mit dem Humanen Immunschwäche Virus (HIV) infiziert worden sind, erhalten auch nach dem Jahr 2010 finanzielle Hilfen.

Das gab das Bundesgesundheitsministerium (BMG) am Freitag bekannt. Nach intensiven Verhandlungen sei es ihm gelungen, die Weiterführung der Stiftung "Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen" zu sichern.

"Ich bin sehr froh, dass alle Finanzierungsbeteiligten - die pharmazeutischen Unternehmen, das Deutsche Rote Kreuz, die Länder und der Bund - eine Lösung im Sinne der Betroffenen gefunden haben", erklärte Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler dazu. "Im Rahmen einer solidarischen Aktion konnten erneut erhebliche finanzielle Mittel für die Stiftung verfügbar gemacht werden. Damit ist die Leistungsfähigkeit der Stiftung in den nächsten Jahren gesichert."

Den größten Anteil an den nochmaligen Beiträgen hat der Bund mit 25,2 Millionen Euro, die im Jahr 2011 der Stiftung in einer Summe bereit gestellt werden. Das entspricht dem Anteil, wie er in § 2 des HIV-Hilfegesetzes für den Bund vorgesehen ist.

Auch die anderen Finanzierungsbeteiligten orientieren sich mit ihren Beiträgen an den Anteilen nach § 2 HIV-Hilfegesetz. Die pharmazeutischen Unternehmen haben in der letzten Verhandlungsrunde mit dem BMG ihren Beitrag namhaft erhöht. Sie haben für das Jahr 2011 einen Beitrag in Höhe von vier Millionen Euro zugesagt. Weitere jährliche Beiträge wurden für die Folgejahre als feste Absicht angekündigt.

Die Stiftung ist 1995 mit dem HIV-Hilfegesetz errichtet worden und leistet seitdem monatliche finanzielle Hilfen an HIV-Infizierte (rund 767 Euro) und an der Immunschwächekrankheit AIDS erkrankte Personen (rund 1534 Euro) sowie deren Kinder bis zum 25. Lebensjahr (512 Euro). Auch Ehefrauen von zum Zeitpunkt der Errichtung der Stiftung schon an AIDS verstorbenen Personen haben fünf Jahre lang Leistungen erhalten. Insgesamt hat die Stiftung bis heute für 1540 Personen Leistungen in Höhe von rund 200 Millionen Euro erbracht. Heute leben noch ca. 800 Leistungsberechtigte.

Quelle: BMG


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