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18.01.2010

Niedrige Vitamin-D-Spiegel mindern Wirksamkeit der HCV-Therapie


Patienten mit chronischer Hepatitis C (HCV)-Infektion haben niedrigere Serumspiegel von 25-Hydroxyvitamin D als gesunde Menschen. Einer neuen Studie zufolge fällt mit sinkenden Vitamin-D-Spiegeln auch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Hepatitis-Viren unter Interferon und Ribavirin dauerhaft verschwinden.

Störungen im Vitamin-D-Stoffwechsel können die entzündliche Reaktion und die krankhafte Vermehrung von Bindegewebe beeinflussen, stellen Dr. Salvatore Petta von der Universität Palermo und seine Kollegen fest. Wie genau die Vitamin-D-Spiegel das Fortschreiten der chronischen Hepatitis C und das Ansprechen auf die Therapie beeinflussen, war jedoch nicht bekannt, erläutert der Bericht in der Fachzeitschrift Hepatology vom 15. November.

Um diesen Punkt zu erforschen, analysierten die Forscher Daten von 197 Patienten mit chronischer Hepatitis C vom Genotyp 1 und von 49 gesunden Kontrollpersonen. Davon wurden 167 Patienten mit peg-Interferon und Ribavirin behandelt. Die Wissenschaftler untersuchten bei 34 Patienten und acht Kontrollpersonen, in welchem Maße zwei Enzyme, CYP27A1 und CYP2R1, produziert wurden.

Die durchschnittlichen Konzentrationen von 25-Hydroxyvitamin D betrugen bei den Patienten 25,1 Mikrogramm pro Liter und bei den Kontrollen 43,1 Mikrogramm pro Liter. Niedrigere Spiegel traten eher bei Frauen und bei einer Entzündung des Lebergewebes auf.

In welchem Maße CYP27A1 produziert wurde, hing direkt mit dem Spiegel von 25-Hydroxyvitamin D zusammen und umgekehrt mit der Entzündung. Bei CYP2R1 war das nicht der Fall.

Die Analyse zeigte, dass niedrige Spiegel von 25-Hydroxyvitamin D, niedrige Cholesterinspiegel, ein höheres Alter, hohe Ferritin-Konzentrationen und die Entzündung des Lebergewebes allesamt Vorhersagefaktoren einer schweren Bindegewebsvermehrung (Fibrose) waren.

Siebzig Patienten (42 Prozent), die mit Interferon und Ribavirin behandelt wurden, erreichten eine anhaltende virologische Response. Eine Leberverfettung und niedrigere Spiegel von 25-Hydroxyvitamin D sowie Cholesterin sagten voraus, dass die Patienten keine anhaltende Response erreichen würden.

Damit zeige die Studie einen Zusammenhang dieses HCV-Genotyps mit dem Vitamin-D-Status und den entsprechenden Enzymen. Dies deute auf einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Status und der Schwere der Lebererkrankung sowie dem Ansprechen auf die Therapie hin, bilanzieren die Forscher. Das eröffne ein neues Forschungsgebiet zum potenziellen Einsatz von Vitamin D bei Patienten mit chronischer Hepatitis C.

Quelle: Hepatology 2009, online erschienen am 4. Dezember


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