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12.01.2010

Blutkonserven mit Köpfchen


Künftig können intelligente Funkknoten an Blutkonserven Antwort darauf geben, ob eine Blutkonserve zu warm geworden ist oder ob sie mit der Blutgruppe des Patienten übereinstimmt.

Denn bei schweren Operationen kann ein Patient viel Blut verlieren. Die Chirurgen halten daher für den Notfall Blutkonserven bereit. Werden die Konserven nicht gebraucht, können sie nur dann wieder verwendet werden, wenn die Kühlkette eingehalten wurde. Bisher war es jedoch schwierig, dies zu überprüfen. Künftig überwacht ein Funkknoten am Blutbeutel ständig die Temperatur - so lässt sich das kostbare Blut größtenteils weiterverwenden.

Auch die Sicherheit sollen die Funkknoten erhöhen: Wird bei einer Bluttransfusion versehentlich zur falschen Blutkonserve gegriffen, kann das für den Patienten fatale Folgen haben. Funkknoten an der Blutkonserve und an einem Armband, das der Patient trägt, tauschen Informationen aus. Passt das Spenderblut nicht zu dem des Patienten, ertönt ein Warnsignal.

Entwickelt haben die intelligenten Funkknoten Forscher am Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS und der Fraunhofer-Arbeitsgruppe SCS mit den Partnern T-Systems, Vierling, delta T und der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie BMWi.

Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft, 02.12.2009


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