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19.10.2009

Zucker machen Faktor VIII stabil


Auch wenn rekombinanter Faktor VIII heutzutage äußerst erfolgreich zur Therapie der Hämophilie eingesetzt wird, wissen Forscher immer noch nicht alles über dieses Molekül. Um eine dieser Wissenslücken zu füllen, nahmen sich jetzt M. P. Kosloski von der University at Buffalo, Amherst, vor herauszufinden, was die Verzuckerung (Glykosylierung) für Faktor VIII bedeutet.

Sie nahmen rekombinanten Faktor VIII und schnitten mit einem Enzym die Zuckerketten ab. Dann verglichen sie die Eigenschaften von "verzuckertem" Faktor VIII und dem Molekül ohne Zucker.

Dabei beobachten sie, dass die biologische Aktivität der "entzuckerten" Form von Faktor VIII gegenüber dem vollständig glykosylierten Protein sank Der entzuckerte Faktor VIII war auch nicht mehr so gut in der Lage, mit Zellmembranen, die Phosphatidyslerin enthalten, zu interagieren.

"Die Daten deuten darauf hin, dass die Glykosylierung die Stabilität und die biologisch relevanten makromolekularen Interaktionen von FVIII signifikant beeinflusst", bilanzieren die Wissenschaftler. Für die Bildung von Inhibitoren scheinen die Zucker keine Rolle zu spielen, wie Tests an Mäusen zeigten.

Quelle: AAPS J. 2009 Jun 5. [Epub ahead of print]



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