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01.04.2008
Infektionsepidemiologische Daten von Blutspendern 2005
Die Erhebung infektionsepidemiologischer Daten zur Bestimmung der Prävalenz und Inzidenz von HIV-, Hepatitis-C-Virus-(HCV-), Hepatitis-B-Virus-(HBV-) und Syphilisinfektionen im Blut- und Plasmaspendewesen in Deutschland wird auf der Grundlage des § 22 Transfusionsgesetz vom Robert Koch-Institut durchgeführt.
Die vierteljährlich erhobenen Daten erlauben eine Aussage über die Infektionshäufigkeit in den Spenderkollektiven und somit indirekt eine Beurteilung der Sicherheit der gewonnenen Spenden. Der kürzlich im Bundesgesundheitsblatt erschienene Bericht erstreckt sich auf das Jahr 2005 und beinhaltet die Daten aller Blutspendeeinrichtungen in Deutschland.
Prävalenzen von bis zu 143 auf 100.000 Spenden
Die Gesamtzahl infektionsserologischer Untersuchungen von Blutspenden und Voruntersuchungen von Spendewilligen betrug 6,26 Millionen. Die Prävalenz, bezogen auf 100.000 Spenden, lag für HIV bei 6,1, die für HCV bei 81,2, für HBV bei 143,9 und für Syphilis bei 35,6. Der Anteil der Serokonversionen, bezogen auf 100.000 Spenden, lag für HIV bei 0,9, für HCV bei 1,4, für HBV bei 0,9 und für Syphilisinfektionen bei 2,3.
Die Auswertung zeigt, bei insgesamt sehr niedrigen Infektionshäufigkeiten, weiterhin rückläufige HCV-Infektionszahlen unter Neuspendern und einen Anstieg der HIV- und Syphilis-Neuinfektionen seit 1999. Mögliche Ursachen für Letzteren müssen weiter untersucht werden.
Hinsichtlich der Herstellung von plasmatischen Präparaten lässt sich sicherlich sagen, dass die Screeningverfahren in Bezug auf die bekannten Viren sicher sind. Trotzdem ist es gut, wenn man davon ausgehen kann, dass im Herstellungsverfahren gar kein verwendet wurde. Denn auch ein theoretisches Risiko ist ein Risiko.
Schlüsselwörter Blutspender - Infektionsmeldungen - HIV - C - Hepatitis B
R. Offergeld(1), S. Ritter(1, 2) und O. Hamouda(1)
(1) Robert Koch-Institut, Berlin, BRD (2) Abteilung für Infektionsepidemiologie, Robert Koch-Institut, Postfach 650261, 13302 Berlin, BRD
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz Verlag Springer Berlin / Heidelberg ISSN 1436-9990 (Print) 1437-1588 (Online) Heft Volume 50, Number 10 / Oktober 2007
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