In den Anfängen der Hämophilie-Therapie wurde der rekombinante Faktor VIII (rFVIII) aus menschlichem Spenderblut gewonnen. Seit über zehn Jahren kann Faktor VIII (rFVIII) mit Hilfe der Biotechnologie künstlich, also ohne Spenderblut erzeugt werden.
Bei der biotechnologischen Hestellung von rekombinantem Faktor VIII (rFVIII) übernehmen gut erforschte Säugetierzellen im Bioreaktor die Aufgabe der menschlichen Leber. Leberzellen erzeugen normalerweise den Faktor im Körper.
Das biotechnologische Verfahren hat im Vergleich zu dem Faktor aus Spenderblut den Vorteil, dass das rekombinante Faktor VIII-Eiweiß hochrein gewonnen werden kann. Das bedeutet höhere Sicherheit durch Schutz vor bekannten und unbekannten Viren sowie neuen Krankheitserregern, wie etwa den Prionen. Der biotechnologische hergestellte (rekombinante) Faktor VIII (rFVIII) steht heute in hoher Qualität und in ausreichender Menge zur Verfügung.