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Diagnose Hämophilie
Die Hämophilie ist eine genetisch bedingte Störung der Blutstillung.
Hämophilie bedeutet wörtlich „Blut-neigung“. Menschen, die an Hämophilie erkrankt sind, leiden zeitlebens an einer verminderten Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Bei einer Blutung gerinnt das Blut nicht wie bei einem gesunden Menschen. Die Wunde schließt sich nicht vollständig oder nicht schnell genug. Der Grund: im Blut fehlt ein Eiweiß, das für die Gerinnung notwendig ist. Die Folge sind ungestillte äußere und innere Blutungen mit im schlimmsten Fall tödlichem Ausgang.
Bis heute ist Hämophilie unheilbar und trotz großer medizinischer Fortschritte noch immer für Patienten mit erheblichen Beeinträchtigungen ihres Lebens verbunden.
Hämophilie kommt in unterschiedlichen Formen vor. Man unterscheidet zwischen vererbter und erworbener Hämophilie, verschiedenen Schweregraden der Hämophilie sowie den beiden Hauptformen Hämophilie A und Hämophilie B.
In der Bevölkerung ist die Hämophilie auch unter dem Begriff „Bluterkrankheit“ bekannt, aber Hämophilie Betroffene sprechen lieber von Hämophilie und wollen auch als 'Hämophile' bezeichnet werden. Zur Zeit gibt es in Deutschland etwa 10.000 Menschen, die an Hämophilie erkrankt sind.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) leiden mehr als 400.000 Menschen auf der Welt an Hämophilie A.
Lesen Sie hierzu auch: Blut und Blutgerinnung, Formen der Hämophilie, Vererbung der Hämophilie und Geschichte der Hämophilie
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